
Allgemeine Informationen zur Erdgasumstellung
Die Maßnahmen zur Erdgasumstellungen – alles Wichtige auf einen Blick!
Wir sind als Ihr Netzbetreiber vor Ort zuständig für die zuverlässige Versorgung mit Wasser, Strom, Fernwärme und Gas. Zurzeit erhalten Sie in unserem Netzgebiet L-Gas, das aus Förderquellen vor allem aus den Niederlanden stammt. Allerdings sind die Fördervorkommen dort bald erschöpft und L-Gas wird uns in Zukunft nicht mehr unbegrenzt zur Verfügung stehen. Spätestens bis zum Jahr 2030 wird die Förderung komplett eingestellt. In Deutschland wird deshalb der Bezug von Erdgas nach und nach auf das alternative H-Gas aus anderen Förderregionen der Welt umgestellt. Betroffen sind Gebiete in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen, Bremen, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz.
Erdgas ist ein Naturprodukt und kommt in unterschiedlichen Gasqualitäten vor, L- und H-Gas. L steht dabei für „low“ und kennzeichnet einen niedrigeren Energiegehalt, H steht für „high“, also energiereicheres Erdgas.
Von der Umstellung betroffen sind alle erdgasbetriebene Geräte in Haushalten und Unternehmen, wie beispielsweise Heizungsanlagen oder Gasherde. Diese müssen technisch angepasst werden, um das H-Gas sicher nutzen zu können.
Wann kommen wir zu Ihnen?
Wir beginnen ab Oktober 2026 mit der Erhebung aller Gasgeräte und -anlagen in unserem Netzgebiet. Die Anpassung erfolgt voraussichtlich ab Januar 2028, bevor am Schalttermin, dem 04. April 2028, erstmals H-Gas durch die Leitungen in Ratingen strömt.

Umstellungsprozess
Die Erdgasumstellung ist in drei Prozessphasen unterteilt. Von der Erstinformation bis zur Qualitätssicherung wird der Prozess ca. 2,5 Jahre umfassen. Unsere Kund*innen werden rechtzeitig schriftlich über jeden Prozessschritt von uns informiert.
Im ersten Schritt werden alle Erdgasgeräte im Versorgungsgebiet durch von uns beauftragte Montagefachkräfte erhoben, also auch in Ihrem Haushalt, Gewerbebetrieb oder Industrieunternehmen. Dabei werden wichtige Gerätedaten wie Hersteller, Gerätetyp und CE-Kennzeichnung erfasst. Damit stellen wir sicher, dass alle Endgeräte den technischen Voraussetzungen für die Umstellung von L- auf H-Gas entsprechen. Unsere Mitarbeitenden im Erdgasbüro bestellen im Anschluss alle erforderlichen Ersatzteile direkt beim Hersteller. In der Regel sind dies z. B. Brennerdüsen.
Nachdem alle Erdgasgeräte erfasst wurden, erfolgt im zweiten Schritt die technische Umrüstung. In einem Zeitraum von 6 bis 24 Monaten nach der Erhebung werden wir dazu einen weiteren Termin mit Ihnen vereinbaren. Vorbereitend auf die technische Anpassung beschaffen wir Ersatzteile bei den unterschiedlichen Herstellern und klären mögliche Rückfragen. Nur wenn Ihre Endgeräte technisch auf die neue Gasqualität umgestellt werden, können diese das H-Gas auch sicher und effizient nutzen. Sie müssen sich um nichts kümmern. Zum Anpassungstermin werden unsere Montagefachkräfte alle benötigten Ersatzteile mitbringen und fachmännisch einbauen. Dies umfasst meist auch den Austausch einiger Bauteile, etwa der Brennerdüse. Wenn in seltenen Fällen bei der Erhebung festgestellt wird, dass ein Gasgerät nicht technisch angepasst werden kann, ist der Austausch dieses Geräts notwendig.
Im dritten und letzten Schritt werden wir zur Qualitätssicherung nach erfolgreicher Erhebung und Anpassung jeweils stichprobenartig jedes zehnte Erdgasgerät prüfen. Uns ist wichtig, dass die Arbeiten rund um die Erhebung und Anpassung fachgerecht durchgeführt wurden. Selbstverständlich erhalten Sie auch in diesem Fall rechtzeitig ein Informationsschreiben, in dem wir unseren Besuch ankündigen werden.


